Folge 63 - Kann der Gesundheitssektor nachhaltiger werden?
Shownotes
Der Gesundheitssektor produziert 4,8 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr, der fast ausschließlich verbrannt wird. Doch ein Forschungsprojekt beweist: Stoffliches Recycling ist möglich und könnte 560.000 Tonnen CO₂ pro Jahr sparen. Wie? Mit klugen Produktdesigns, neuen Sortiertechnologien und innovativen Partnern aus Klinik, Industrie und Entsorgung. Ein Gamechanger für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft im Gesundheitssektor? Im Podcast Ressourcen Neu Denken sprechen wir mit Frau Birgit Schuon (Leitung der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Ökologie, München Klinik gGmbH) und Stephan Fimpeler (Vertriebsleiter und Prokurist, Remondis Medison) über Perspektiven und Möglichkeiten der Kreislaufschließung im Gesundheitssektor.
Projekt MeiK: https://www.hs-pforzheim.de/forschung/institute/institut_fuer_werkstoffe_und_werkstofftechnologien_prueflabor_fuer_materialuntersuchungen/aktuelle_projekte/werkstoffrecycling_und_nachhaltigkeit/meik
Mitgliedschaft: Profitieren Sie von einer Mitgliedschaft und verpassen Sie keine Informationen zu den Themen der Kreislaufwirtschaft.
https://dgaw.de/mitgliedschaft
Homepage: https://dgaw.de/dgaw-podcast
Veranstaltungen: https://dgaw.de/Veranstaltungen
Publikationen: https://dgaw.de/service/downloads
Moderation und Produktion: Studio Grüner Ton - Marvin Müller (www.gruener-ton.de)
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ressourcen Neudenken, dem Podcast der DGAW zu Trends- und Themen der Kreislaufwirtschaft.
00:00:10: Mein Name ist Marvin Müller und in dieser Folge geht es um die Abfallproblematik im Klinikbereich genauer gesagt um die Bedeutung von medizinischen Einmalgebrauchsprodukten für die Kreislaufwirtschaft.
00:00:21: Vielen ist gar nicht bewusst wie groß dieses Thema eigentlich ist weil es in den öffentlichen Diskussionen immer ein bisschen im Hintergrund läuft.
00:00:28: Aber Krankenhäuser sind mit ca.
00:00:30: vier Komma acht Millionen Tonnen Abfall jährlich der fünf größte Abfallproduzent in Deutschland.
00:00:35: Dazu gehören zum Beispiel Schutzmasken, Testutensilien aber auch Einweg-Operationskette, Handschuhe die zu großen Teilen nach einmaliger Benutzung weggeworfen und anschließend immer noch verbrannt werden.
00:00:47: Wie können diese Rohstoffe wieder sinnvoll in den Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden?
00:00:51: Und wo liegen die Potenziale im Lebenszyklus eines Medizinproduktes?
00:00:55: Das sind Leitfragen, mit denen wir uns in der heutigen Folge einmal beschäftigen wollen.
00:00:59: Und dazu mir zugeschaltet im Interview sind zwei Gäste.
00:01:03: das sind einmal Frau Birgitschuhern die Leitung der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Ökologie der München Klinik GGMBH und Gefahrgutbeauftragte und Herr Stefan Fimpeler.
00:01:14: er ist Vertriebsleitung und Prokurist bei Remondis Madison GmbH.
00:01:19: Hallo!
00:01:19: Guten Morgen an Sie beide.
00:01:20: schön dass sie dabei sind.
00:01:23: Ja, ich hatte es ja schon angekündigt.
00:01:25: In der Einleitung medizinische Einmalprodukte machen einen erheblichen Teil der Abfälle im Gesundheitssektor aus.
00:01:31: Bisher werden diese Abfelle fast ausschließlich energetisch verwertet.
00:01:35: und ich frage mich an dieser Stelle warum ist die stoffliche Verwertung dieser abfälle bisher nicht zugelassen beziehungsweise in größerem Maße umgesetzt?
00:01:44: Und was sind eigentlich die größten Hürden dabei?
00:01:46: vielleicht
00:01:46: kann ich aus der Erfahrung berichten großer Hebel ist und das wird zum großen Teil zumindest bei uns im Unternehmen umgesetzt.
00:01:54: Die Verpackung, die zahlreichen Stereoverpackungen gehen sehr wohl in die stoffliche Verwertung.
00:01:59: aber wenn die Produkte dann im Einsatz waren, dann dürfen sie nicht bislang in die stockliche Verwaltung weil eine stofflicher Verwertungsbeispiel Kunststoffe oder Papier läuft über Sortieranlagen und wir haben immer noch keine vollautomatischen Sortieranlagen in der Bundesrepublik.
00:02:19: Das heißt, ein Teil erfolgt automatisch und dann sitzen am Ende der Förderbänder Männer und Frauen und sortieren den Abfall nach.
00:02:26: Und da gibt es bestimmte Anforderungen eben auch seitens Arbeitssicherheit, Hygiene welche Produkte oder Abfälle an dieser Stelle überhaupt auf die Förder bender gelangen dürfen.
00:02:38: Da ist das Thema ein Handschuh kann mal blutig sein Oder wir haben die Masken oder wir haben Infusionssysteme, ähnliche Dinge.
00:02:48: Wir müssen nicht unbedingt an Patienten gewesen sein der eine infektswöße Krankheit hatte aber das sind halt solche Ausschlusskriterien der Sortieranlage und da kommt es eben drauf an wo sind wir?
00:02:58: An welche Stelle?
00:02:59: in der Republik Nord-Südwestost?
00:03:01: Vielleicht mal an dieser Stelle für jemanden wie mich der in dem Krankenhaus Alltagsgeschäft sage ich mal nicht ganz so nah dran ist.
00:03:09: Aber wie sieht das denn so täglich aus?
00:03:11: also Bei den ganzen Einmalprodukten, wie gehen Sie damit täglich dann um?
00:03:16: Werden die dann gesammelt?
00:03:18: oder wie sieht das tatsächlich in der Praxis bei Ihnen aus.
00:03:21: Es ist tatsächlich so.
00:03:22: Gehen wir einfach mal in den OP, weil auch dort der größte Anfall an Abfällen ist im Unternehmen und da gibt es bestimmte Bereiche, Einleiträume Vorbereitung und da lassen sich diese Stereoverpackungen auspacken Und die lassen sich dann gesondert erfassen für die stoffliche Verwertung.
00:03:46: Gehen wir in den OP-Saal rein, ist das Bild ein anderes?
00:03:48: Da haben wir oft aus Platzgründen nicht die Möglichkeit da nochmal... Der ist vielleicht auch das eine oder andere Produkt, wo nicht direkt am Patienten war zu erfassen und dann landet tatsächlich alles im Rest.
00:04:01: Und geht dann eben in die Verbrennung und ist an der Stelle für einen Kreislauf verloren.
00:04:06: Also man muss schon sehen, wo arbeiten die Herren und Damen der Pflege, wo lässt sich was vorher erfassen?
00:04:14: Vorbereitenden Tätigkeiten oder wo Infusionen vorbereitet werden.
00:04:18: Da fallen viele... gehen wir zu den Kunststoffenabfälle an, die mir stoffliche Verwertung gegen können.
00:04:25: Und da gilt es auch gezielt, einen Abfall beauftragten Seite her tätig zu werden um diese Abfälle zu
00:04:30: erfassen.".
00:04:31: Sie hatten ja vorhin schon gesagt dass die Hygiene- und Qualitätsansprüche im Gesundheitssektor natürlich besonders hoch sind Aber bedeutet das gleichzeitig dann eben auch, dass diese Regularien eine Kreislaufwirtschaft für medizinische Abfälle blockieren?
00:04:45: Also müssten wir da vielleicht die Regeln lockern.
00:04:48: oder gibt es vielleicht technische Lösungen, die das Ganze umgehen können.
00:04:53: Wie sieht's da aus?
00:04:54: Es gibt sicherlich Möglichkeiten und man kann es wie immer nicht eindeutig sagen kommt drauf an ist so das Schlagwort an der Stelle an die ganzen Begebenheiten vor Ort.
00:05:06: aber wenn ich daran denke beispielsweise wieder im OP, einfach weil das größte Geschehen erfolgt.
00:05:15: Dann hast du Produkte die lassen sich wieder aufgereiten oder ließen sich wiederaufgereiten je nach Materialzusammensetzung des Medizinproduktes.
00:05:25: Da müssen die gesondert erfasst werden und können sofern intern eine Aufbereitungseinheit vorhanden ist, intern aufbereitet werden.
00:05:33: Und ich sage es jetzt mal einfach lapidar kein Mensch fährt an solche Produkte fünfzig Kilometer eine Aufbereitungseinheit, weil es im eigenen Haus halt möglich ist.
00:05:41: Weil dann die Transportkosten etc.
00:05:43: dazu kommt.
00:05:44: Das heißt, es gäbe Möglichkeiten aber diese sind aktuell leider so nicht genutzt in den Kliniken.
00:05:53: Man kann mal ne Wischdesinfektion machen vom ein oder anderen Instrument gerade wenn zum Instrumente geht.
00:05:58: Im OP hat man ja die Mehrweginstrumente Aber wenn so um Klammernatgeräte ähnliche Medizinprodukte dann tatsächlich auch geht.
00:06:07: Da kann man nicht desinfizieren, aber da ist schon alles an Möglichkeiten die das OP-Kersonal
00:06:13: hat.".
00:06:13: Herr Fimpeler ich guck mal zu Ihnen herüber.
00:06:17: wir haben ja jemanden mit Ihnen hier sitzen der auf der anderen Seite sich befindet.
00:06:22: wie sehen Sie dass denn also Regularien für Abfälle aus dem Gesundheitssektor?
00:06:26: sollte man da ein bisschen nachbessern und das Ganze vereinfachen oder sehen sie da auch eher technische Lösungen die das ganze besser machen könnten?
00:06:34: Ab wie vor muss man einfach sagen, dass ganz klar das Thema Schutz von Mensch und Umwelt immer noch am wichtigsten ist.
00:06:40: Sei sowohl im Krankenhaus das Thema Hygiene alt auch dann bei uns in den Sortieranlagen oder in unserer speziellen Anlage, Rekommetanlage für die Bearbeitung von infektiösen Abfällen.
00:06:49: Und ich sage mal da was die Begetouren gerade auch schon gesagt hatte Es können immer die Materialien mit ja Sekretenexkrementen etc.
00:06:56: verunreinigt sein und man muss sich immer vorstellen Am Ende des Parges müssen diese Sortieranlagen auch gereinigt werden.
00:07:02: Also da geht es auch um das Thema Arbeitsschutz Hygiene, gerade in diesen Sortieranlagen und mit Exkrementen für unreinigte Förderbänder zu säubern.
00:07:12: Das wäre schon wirklich unter dem Aspekt der Hygienne, weil man auch nicht weiß was tatsächlich drin ist.
00:07:17: Wollte man davon nach wie vor abdehnen?
00:07:19: Mit Sicherheit kann man das, was die Brigitte schon sagt.
00:07:22: Das wichtigste ist das Thema Trennung am Anfallort oder am Entstehungsort dort sich auch nochmal explizit mit den Stoppbrühen zu befassen.
00:07:30: Was ist sortierfähig, was ist trendfähig?
00:07:32: Aber auch was ist recycelnfähig.
00:07:34: Das ist glaube ich ein ganz wichtiges Element wo die verschiedenen Stakeholder aus Meditaprodukte herstellen, Krankenhäusern aber auch Entsorger oder so wie jetzt auch Forschungseinrichtungen wie eine Hochschule vorzeigen mit einfach dabei zusammenarbeiten müssen und schauen müssen was eigentlich nach dem jetzigen Stand der Technik möglich.
00:07:53: Da nur eine kurze Rückfrage, bevor ich das Thema gerne ein bisschen noch zurückstellen würde.
00:07:57: Aber ist das Bewusstsein dafür da?
00:07:59: Also gibt es da viel was sich tut?
00:08:01: Also gerade wenn wir darüber reden dass die Abfall... Dass das Abfallaufkommen so groß ist also ist das allen bewusst findet mehr Initiative statt?
00:08:10: Wir merken es schon definitiv.
00:08:13: Ich möchte jetzt nicht sagen täglich aber regelmäßig anfragen auch von Medizinprodukteherstellern aber auch aus den Krankenhäusern.
00:08:19: Was können wir damit machen und was können wir dort mitmachen?
00:08:21: Es gibt verschiedene Projekte, die sich aktuell entwickeln.
00:08:26: Wo man schon merkt, die Dynamik ist schon sehr groß und ich glaube schon dass die nächsten Jahre auch zeigen werden das deutlich mehr Recyclingfähigkeit Mülltrennung in den Krankenhäusern stattfindet.
00:08:36: Man muss sich halt auch immer die Größe der einzelnen Krankenhäuser vorstellen.
00:08:40: wenn ich jetzt nach Munden München gucke ja dort gibt es dann Rauschuren als Aufabfallbeauftragte.
00:08:44: oftmals ist es aber auch so dass dann der Haustechniker die Aufgabe des Abfallbeaftragten übernimmt sondern natürlich die Hauptverantwortung da die Technik im Hause läuft und der vielleicht dann nicht diesen Fokus oder die gezielte Augen für die Mülltrennung, Mühlerfassung etc.
00:09:00: hat im eigenen Hause.
00:09:02: Nehmen Sie das auch so wahr Frau Schuhrmann?
00:09:04: Ja ich wollte es gerade ein bisschen ergänzen was Herr Finballer sagte.
00:09:07: Ich kenn's von unseren Ärzten aus dem OP die ja auch ihre Netzwerke haben auf bundesweit und da wird das Thema sehr wohl thematisiert Aufgrund der Datenlage dass diese großen Abfallströmen tatsächlich aus dem Bereich kommen, wo auch kann man so sagen das Geld erwirtschaftet wird in den Kliniken und dass ein Bewusstsein vorhanden ist.
00:09:27: Und dann guckt man sich die einzelnen Produkte an einen Six-Toppler bestehen ja aus einer Vielfalt von Materialien.
00:09:34: Wenn du was recyceln willst oder erst mal erfassen und dann sortieren solltet es möglichst entweder leicht zu trennen sein sodass Plastik zu Plastich geht, Metall zum Metall einfach ausgepuckt.
00:09:47: Und da braucht man wie auch Herr Fimperler sagte, das kann eine Klinik als Abfallerzeuger nicht regeln.
00:09:53: Man hat die die Vorgaben vom Gesetzgeber ja Kreiswaffe Wirtschaft aber man braucht Partner und es ist ein ganz wichtiges Thema und das sind wir schon viele viele Jahre dabei auch von unserem Unternehmen zu sagen hoppla kriegen alle an einen Tisch sowohl die Industrie die er da steuern kann im Rahmen ihrer Produktentwicklung wie produziere ich mein Medizinprodukt, was für Interessen bestehen da seitens der Abfallerzeuger?
00:10:22: Was muss das Produkt können und was braucht der Abfallen-Zäuger am Ende des Tages an Materialien damit weiter etwas herstellen so dass man bis zur Richtung Kreislauf wird.
00:10:35: Bleiben wir an dieser Stelle mal kurz noch bei der Verwertung.
00:10:38: Die Remonde des Medicine betreibt ja die einzige soweit mir bekannt einzige Verwertungsanlage für medizinische Abfälle in Deutschland.
00:10:44: Können Sie uns da mal ein bisschen auch mit in die Praxis nehmen?
00:10:48: Also wie unterscheidet sich so eine, ich sage mal Spezialanlage von herkömmlichen Verwertungsanlagen und wie wird dort eigentlich in der Praxis gearbeitet.
00:10:57: Gibt es da auch besondere Anforderungen oder wie sieht das aus?
00:11:00: Sehr gerne!
00:11:00: Man muss immer noch bei den medizinischen Abfällen unterscheiden, sag' ich mal den Hauptabfallschlüsse, die die Achtzehn-Oren-Einzel-Noen-Vier, der oftmals an den Krankenhäusern entpressend gesammelt wird und dann direkt in die Hausmüllverbrennung geht.
00:11:12: Bei unserer Anlage, die wir in Lühnen haben geht es vor allem um die Verarbeitung oder geht es nur um die verarbeiteten Infektiösenabfällen.
00:11:20: Ja, das bedeutet dass wir quasi bei unseren Kunden die infektiösen Abfälle, die alle in Einweg der Kunststofffeldern gesammelt werden in verschiedenen Größen, die holen wir bei unseren Kunden ab fahren sie nach Lühnen und haben hier halt aufgrund der hervorragenden Infrastruktur im remondete Lippewerk die Möglichkeit über einen Vakuum-Dumpvacuumverfahren die infektiösen Abfälle quasi zu desinfizieren und aus einem gefährlichen Abfall einen ungefährlichen Abfalls zu machen.
00:11:51: Es ist auch aktuell so, dass wir diese Abfällen nach dem Bearbeitungsprozess dann hier in das Kraftwerk geben um sie hier energetisch zu verwerten.
00:12:01: Und wir beziehen dann wiederum den Dampf, denn die Energie als auch die Druckluft für unseren Prozess dafür und können dadurch halt das Material auch von der Öko-Liebbilanz besser verarbeiten als eine Sonderabfallverbrennung, die es ja nur zur Bedeutigung übernehmen kann.
00:12:17: Und perspektivisch ist das jetzt sogar so, dass wir uns mit den Behörden abgestimmt haben und dort auch eine Genehmigung vorliegt und wir jetzt auch perspektive in diesem Jahr noch eine Tortieranlage für diese infektiösen Abfälle im Betrieb nehmen also erst nach dem reinen Desinfektionsprozess und dann vor allem die Abfelle des Behälters aber auch weitere Kunststoffabfälle daraus sortieren die dann auch wieder zu unserer Schwestergesellschaft der Rimonis Plano geben, dass sie daraus wieder ein Granulat produzieren können und die Rettstoffe, die quasi überbleiben gehen weiterhin hier ins Kraftwerk.
00:12:50: Worüber wir dann wiederum den Dampf von Energie und Druckluft für unseren Prozess beziehen können was natürlich schon sehr nachhaltig ist und wie auch perspektivisch oder das ist unsere Vision zu sagen wenn wir einen Kunststoffgranulat aus diesem Material wieder produziert haben also ein Rezyklat das auch wieder unseren Differanten zur Verfügung zu stellen, dass daraus wieder die neuen Behälter gemacht wird.
00:13:13: Weil man muss sich einfach vorstellen, infektiöse Abfälle, pathologische Abfelle, zylostatische Abfalle müssen einfach in einen Weg beheltern, entsorgt werden.
00:13:22: Das ist einfach die Vorgabe aus der Lager und daher gibt es da keine anderen Möglichkeiten und das ist glaube ich schon ein sehr guter Ansatz.
00:13:31: Man muss aber auch sagen wenn ich mir die Abfallmengen anschaue, die so im medizinischen Bereich einfach unterwegs sind Nehmen wir mal die ein Nummern, dann ist der Großteil einfach der Krankenhaus ähnliche Gewerbeabfall.
00:13:44: So möchte ich ihn mal nennen und der infektiöse Abfallsabfall ist davon drei Prozent.
00:13:49: also das ist verschwindend einen verschwinden geringen Anteil für den wir aber doch einen sehr hohen Aufwand betreiben müssen um denen in diese Verwertung zu bekommen.
00:13:57: Ja es ist ja auch kann ich mir vorstellen dann eben dieser Art der Verwertungen deutlich teurer als zum Beispiel eine einfache energetische oder?
00:14:06: Also das ist schon, das ist auch das.
00:14:08: Wenn ich mir Kinderbücher anschaue wo das Thema Recycling näher erläutert wird da steht schon in den Kinderbühchern dass der Aufwand und der Kostenfax dort sehr hoch ist.
00:14:15: als es halt in die nächste Sonnenabfallverbrennung gibt's ja nicht alle paar Kilometer eine Sonneabfall Verbrennung sondern dann muss man einfach auch schon einige Kilometer fahren Und diese Behälter sind in der Regel sehr leicht heißt man fährt viel Volumen durch die Gegend aber kaum Gewichte also schon auch die Logistik dahinter Wichtig zu beobachten, man braucht entsprechende Zwischenläge um das Umzuschlagen des Material.
00:14:41: Also schon mit sehr viel Logistik am Ende des Tages auch verbunden.
00:14:44: Gibt es denn da schon Ideen wie man die Wirtschaftlichkeit verbessern kann?
00:14:48: Zum einen fangen wir jetzt an daran zu setzen dass wir e-Lkw einbauen oder e-Sprinter aber das geht aufeinander.
00:14:53: für kleinere Kunden also wenn ich eine größere Krankenhäuser habe plus die Ladeinfrastruktur mal betrachte ist es noch ein weiter Weg.
00:15:02: Aber wir sind zumindest dabei damit zu starten was eine Möglichkeit wäre, aber da muss man dann auch an die finanzielle Situation der Krankenhäuser denken.
00:15:11: Ist das Thema Einsatz von Rezikatbehältern.
00:15:14: bis dato war es halt so dass der Neuwaren Behälter oder der Behälte aus Neuwahre günstiger war als der Behölter aus Reziklartware.
00:15:22: wir haben den Behälten aus Rezyklat schon seit ein paar Jahren im Einsatz wobei man dann sagen muss Der Kostendruck der Krankenholzer hat jetzt nicht dazu gesorgt, dass sie gesagt haben Wir nutzen Rezyklarbehälter.
00:15:34: Durch den Krieg im Nahen Osten ist es hier dazu gekommen, dass der Behälter aus Neuware kostenintensiver ist als der Rezikatbehälter.
00:15:43: Wir versuchen das auch gerade mit unseren Kunden quasi umzustellen auf ein Reziklatbehältern.
00:15:47: aber auch das ist noch ein weiter Weg und die Verfügbarkeit ist immer das klassische Thema.
00:15:52: Ich muss auch das Rezakatmaterial erstmal verfügbar haben.
00:15:54: Aber man hätte dann zumindest schon mal von der Ökobilanz vom CO²-Equivalent einen Vorteil im Vergleich zum Neuwahrenbehälten.
00:16:02: Ja, das ist auch ein immer wiederkehrendes Thema hier im Podcast.
00:16:04: Wo wir darüber sprechen dass eben gerade Virgin Plastic einfach viel zu günstig ist im Vergleich zur Rezyklaten und dadurch der Recyklateinsatz natürlich auch stark eingeschränkt ist.
00:16:13: Das wäre auch übrigens meine nächste Frage jetzt gewesen was Sie gerade fast schon beantwortet haben nämlich wie eigentlich die Nachfrage nach den dann von Ihnen hergestellten Rezy klaten ist?
00:16:23: Wir wollen es vor allem einsetzen für unsere Behälter die wir halt wieder in den Kreislauf geben wollen.
00:16:28: ansonsten ja Ist das da quasi würde es dann eher auch unsere überöhrende Schwestergesellschaft tatsächlich laufen, die gesamte Vermarktung?
00:16:35: Weil man einfach sagen muss dort sind.
00:16:36: Die Kunststoff-Experten kennen sich mit dem ganzen Markt gut aus.
00:16:39: Wir kennen uns mit dem Markt im medizinischen Bereich gut aus.
00:16:43: aber das ist halt auch unsere Vision zu sagen ja gegeben zurück an unseren Hersteller und unseren Lieferanten und der kann daraus wieder ein gutes Produkt
00:16:51: herstellen.".
00:16:52: Ich hatte
00:16:52: noch ein anderes Modell davon gelesen und zwar aus den Niederlanden und ich finde das immer ganz spannend dass einige Ja, schöne Modelle aus den Niederlanden kommen.
00:17:00: Aber dort wird auf Generalüberholte Medizintechnik gesetzt.
00:17:03: Gibt es so ein Modell auch in Deutschland bzw.
00:17:07: gibt es vielleicht Pläne dafür?
00:17:09: Wissen Sie etwas dazu?
00:17:11: Also mir ist jetzt von der Praxis her bekannt Siemens bietet auch solche Rebuild oder general überholten Medizinteknik an.
00:17:18: aber wir reden ja von Großgeräten, denen die Diagnostiken dort eingesetzt werden und nicht kleinen handlichen, schnuckeligen Medizinprodukten die auch unter Umständen teuer sind.
00:17:29: Aber eben die Phase des Rebuild kann man dort nicht so ansetzen.
00:17:37: Das ist das Einzige was ich kenne.
00:17:38: Herr Finpela.
00:17:38: vielleicht haben Sie noch mehr?
00:17:41: Ich glaube dass dir mal was mir noch so bekanntes sind Geräte die durch die Firma Vanguard aufgearbeitet werden.
00:17:47: Wir sind ja auch für gewisse Produkte zugelassen von verschiedenen Herstellern.
00:17:53: Aber das ist, glaube ich auch ein sehr langwieriger Prozess.
00:17:55: Dadurch dass ich aber dann nicht im Medizinprodukte-Recht
00:17:58: etc.,
00:17:59: so tief drin bin... ...aber man bekommt es aus den verschiedenen Forschungsprojekten mit,... ...dass dort aber auch zum Eswangat diese Themen entsprechend versucht aufzuarbeiten.
00:18:12: Er habe die Regulatorik da wohl auch sehr der stringent ist und das was man halt immer wieder anfühlen muss.
00:18:18: Das Thema Hygiene, Schutz des Menschen, Schutz der Umwelt Das sind schon die Hauptkriterien.
00:18:24: Man hat ja auch eine entsprechende Produkthaftung.
00:18:26: am Ende des Tages, wenn man jetzt ein Gerät herstellen würde was dann vielleicht nicht den Standard entspricht und nicht die Hygiene gewährleistet.
00:18:35: Was ist das für Geräte über die wir hier sprechen?
00:18:38: Wie Röntgenmaschinen oder...
00:18:40: Bei Wandern sind es zum Beispiel nach Herzkaktäter, die mehrfach wieder in den Kreislauf gegeben werden bis sie irgendwann mal das End of Life erreicht haben.
00:18:51: Aber auch da kann man sagen, wenn man das Thema Herz-Cateter-Spitzen nimmt.
00:18:55: Die sind mit Platin besetzt.
00:18:57: Auch da geht es zum Beispiel von der Hämmerungsmedizone eine Aufbereitung so dass wir jetzt die Herz-Kateterspitzen entsprechend aufarbeiten können und dann aber auch die Klinik zum Beispiel am Ende des Tages eine Rutschvergütung bekommt für das aufbereitetes Material.
00:19:10: Gut!
00:19:10: Dann würde ich mal gerne ein bisschen die Flughöhe vergrößern und mal jetzt von oben auf so bundesweite Vorgaben schauen.
00:19:19: Und zwar, im Jahr zwanzig wurde ja der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft beschlossen und er sieht vor den Anteil kreisloft orientierter verwendeter Materialien bis zum Ende des Jahrzehnts auf dreiundzwanzig Komma zwei Prozent zu verdoppeln.
00:19:32: Wie realistisch ist eigentlich so eine Verdopplung für den Gesundheitssektor?
00:19:35: Also gerade wenn ich mir überlege dass wir darüber sprechen wie kompliziert eigentlich die Handhabung ist und wie viele vorgaben es gibt also kann man so eine Zahl überhaupt erreichen bzw.
00:19:46: wie erreichen wir dieser Zahl überhaupt?
00:19:48: Ich
00:19:48: denke für den Gesundheitssektor ist es eine sportliche Aufgabe und ich wage jetzt Stand heute, zu bezweifeln dass wir das bis zum Jahr zwanzig dreißig hinkriegen.
00:19:58: ja weil wie schon erwähntes gibt viele Bestrebungen auch in der Bundesrepublik.
00:20:03: Das was passieren muss des Bewusstsein ist da.
00:20:05: Es passiert an einzelnen Stellen schon viel weil es die Anlage von Remondis oder eben auch Einzelne Industrie, herstellende Industrie die bereit sind.
00:20:15: Aber bist das komplett?
00:20:16: Bist es da eine Wirtschaftlichkeit?
00:20:18: Man muss auch wissen wie finanziert sich ein Klinikum.
00:20:21: Hier sieht man kommunales Unternehmen.
00:20:24: Man hat die duale Finanzierung.
00:20:25: Du hast die Krankenkassenbeiträge und du hast die Fördergelder, private Kliniken besser wirtschaften oder je nach Träger.
00:20:34: Und das ist dann das Problem was der Anwender draußen auch hat.
00:20:39: Dieses Spagat geschaffen wird, das muss alle finanziell hinkriegen.
00:20:43: Dann denke ich dann geht's ruckzucken.
00:20:46: Ruckzucker ist vielleicht übertrieben aber dann doch vielleicht
00:20:48: bis zu
00:20:48: fünf und dreißig einen weiteren Schritt voran, aber bis zwanzig Dreißig da hab' ich so meine Bauch.
00:20:53: Ja definitiv!
00:20:55: Und man muss auch immer noch gucken dass Thema Medizinprodukte recht oder Medizin Medical Device Regulation ist ja noch ein ganz wichtiges Element also bevor ein Medizin Produkt geändert wird.
00:21:05: Es muss dann wieder in den entsprechenden Zulatzungsverlauf gehen.
00:21:09: Das dauert teilweise zwei bis drei Jahre, bis also dort das neue Medikinkrück guckt wenn ich dort Komponenten ändere oder ganz neu entwickle, bis die auf den Markt kommen und zugelassen sind und sich auch in der Klinik wieder anwenden kann.
00:21:21: Das ist schon sehr intensiv und daher glaube ich auch dass dort bis das so weit kommt noch einige Jahre dauern wird.
00:21:28: Es wird ein stetiger Prozess sein aber das wird irgendwann funktionieren müssen.
00:21:35: Vor allem, also das ist zumindest was ich mir vorstellen könnte.
00:21:37: Da hatte ich in der Vorbereitung auch direkt dran gedacht.
00:21:40: Passieren ja auch immer unvorhergesehene Ereignisse wie zum Beispiel die Corona-Pandemie.
00:21:45: und wenn ich mir da mal überlege, was alleine damals für ein Abfall aufkommen entstanden ist?
00:21:51: Und wenn ich alleine an die Maskenverwendung denke, dass muss ja gerade im Gesundheitssektor immens gewesen sein oder vielleicht sogar noch spürbar, oder?
00:22:00: Ja, vielleicht darf ich da einhaken weil... Gerne!
00:22:03: gutes Thema, die Nachwirkungen von Corona.
00:22:06: Und wenn wir nur an uns ein Medizinprodukt rauspicken, das wären die Einmalhandschuhe und man hatte sich damals auch viel Unsicherheit, viel Angst, viele, viele Faktoren für jeden Handgriff einmal Handschuhe angezogen.
00:22:20: Jetzt gibt es in der Bundesrepublik eben diese Aktionen, wo von vielen, vielen Kliniken und Kompetenz dann unterstützt wird, Handschuhl jetzt wieder bewusst einzusetzen.
00:22:32: Wo brauche ich einen Einmal-Handschuh?
00:22:35: Wo
00:22:35: nicht?".
00:22:36: Und da gilt es jetzt viel Aufklärungsarbeit und wir im Unternehmen starten auch zum ersten Siebten mit dieser Handschukampagne, wenn man sich mal die Zahlen so durch den Kopf gehen lassen will letztes Jahr zwanzig Millionen Einmalhandschuhe ist sieben hunderttausend Euro.
00:22:52: Wir haben gesagt, Studien belegen, dreißig Prozent sind realistisch, das ist einzusparen!
00:22:58: Wenn wir sagen, wenn mal zehn Prozent erreichen innerhalb eines Jahres ist dann nicht schon viel gewonnen.
00:23:02: Und das ist nur eine Auswirkung von Corona eben auch im Medizinprodukt.
00:23:07: und wie sieht es da aus?
00:23:08: Also wenn wir jetzt mal weggehen vor dem tatsächlichen Infektionsschutz
00:23:11: usw.,
00:23:12: aber gerade bei den Abfallaufkommen oder der Verwendung von Medizinprodukten bereiten Sie sich eigentlich schon auf solche Fälle vor.
00:23:21: also wenn man sagt in der Zukunft kann ja sowas wieder entstehen Wir könnten eine neue Pandemie bekommen oder etwas Ähnliches.
00:23:28: Aber gibt es da auch Vorbereitungsmaßnahmen schon, die Sie treffen?
00:23:32: Gut man hat viel gelernt während Corona und ihr denkt sowohl auch die Industrien der Denke auch wieder an Remondis Medicine mehr braucht ja auch Behälter für die infektiösen Abfälle je nachdem was ist dann für Erreger sind und das dieses Bewusstsein ist vorhanden und man weiß auch man braucht dann zusätzliche Lagerkapazität.
00:23:52: Man muss sich dann an solchen Stellen auch ein Stück weit von Barbensysteme, der Abfalltrennung verabschieden.
00:23:58: Weil einfach dann vorrangig war, ob wir benötigen Behälter, Farbe ist egal und das muss man dann intern kommunizieren.
00:24:06: Und da hat man schon sehr viel gelernt.
00:24:09: oder Herstellung von Händedesinfektionsmittel auch.
00:24:11: Das war ein Thema.
00:24:13: Dann kriegt man das hin.
00:24:14: Da hat man viel gelernt und die unterschiedlichsten Kreise im Unternehmen bei uns sagen ja Dann haben wir wieder ein Lager und dann tun wir wieder das herstellen.
00:24:23: Und machen es wieder selber, das ist schon möglich.
00:24:26: Aber alles in den ganzen Armen.
00:24:27: Weil das finde ich auch so ein spannender Punkt über den sehr wenig gesprochen oder diskutiert wird eigentlich.
00:24:32: Man sieht immer der Aufwand, der betrieben wird um eben mit sowas umzugehen.
00:24:36: man sieht ja wie ich sage mal Ärzte gekleidet sind was für Produkte benutzt werden die danach direkt ausgetauscht werden müssen oder entsorgt werden müssen aber dass was im Hintergrund bei ihnen eigentlich abläuft Den Teil sieht man ja nicht.
00:24:47: Oder während Corona das Thema Schutzmasken und diese Schutzkittel.
00:24:53: Und wenn wir jetzt wieder, und man sieht es ja aktuell, der Lage draußen die Kriege
00:24:58: etc.,
00:24:59: wir müssen eigentlich wieder da hinkommen dass Produkte, die diese Infrastruktur, die Kliniken benötigen auch im näheren Umfeld hergestellt werden und nicht über weite Wasserwege und ähnliches beschafft werden müssen und nur ganz andere Strukturen nötig sind.
00:25:16: Wenn wir das in Europa mal wieder hinkriegen würden zum ansprechenden Preis.
00:25:21: Das wäre dann schon die große, der große Batzen, den man gelernt hat aus so einer Pandemie.
00:25:26: Das sind auch die Wirtschaften.
00:25:27: Das ist halt ein Thema, spielt einen ganz anderen Themen noch mit rein?
00:25:31: Was kostet das Strom und was kostet Energie
00:25:33: z.B.,
00:25:34: dass man es in Europa herstellen kann.
00:25:42: Ja, da können wir wahrscheinlich auch eine gesamte Podcast-Folge zu aufnehmen.
00:25:47: Genau, ich würde an dieser Stelle aber gerne einmal nochmal ein Thema aufgreifen.
00:25:51: Das hatten Sie zu Beginn einmal gesagt und zwar das Produkt-Design.
00:25:56: Und da gibt es mit der Hochschule Pforzheim gerade ein Projekt, das Projekt Mike erforscht wie medizinische Einmal Gebrauchsprodukte besser für die stoffliche Verwertung designt werden können Und das finde ich ist auch ein ganz spannendes Projekt.
00:26:09: Vielleicht können Sie das einmal für die Hörerinnen und Hörers kurz skizzieren oder vielleicht zusammenfassen, womit wird sich dort eigentlich genau beschäftigt?
00:26:15: Also bei dem Projekt Mike, dass das Thema oder halt medizinische Einmalgebrauchsprodukt in der Kreislaufwirtschaft oder wirklich mal die verschiedenen Partner aus Wissenschaft also die hohe Vorteile mit den industriellen Partnern Medizinkrodukte herstellen wie iS Colab, Harro-Höfliger, Akalt Price, Meditek aber auch dann mit den Kliniken zum Beispiel hier in Münchenkliniken, aber auch die Kliniken aus Lüneburg und wir dann als Entsorgungspartner zusammenarbeiten um uns verschiedene Produkte anzuschauen.
00:26:45: Wie kann man diese quasi perspektivisch recyceln?
00:26:49: oder wie muss das Öko-Design aussehen damit man es perspektive besser recyceln kann?
00:26:55: Weil heutzutage ist es so dass wenn ich mir mal verschiedene Elemente wie Endocutter angucke Die einmal Gebrauchsprodukte sind die sind aber mit verschiedenen Materialien, verschiedenen Kunststoffen zusammengeklebt zusammengeschweiß.
00:27:08: Ähnlich wie in der Automobilindustrie.
00:27:09: das sind mittlerweile alles Module, die ich eigentlich kaum noch auseinander bekomme kaum Recycling-Fee sind.
00:27:15: und ähnlich ist es beim Medizinprodukt auch.
00:27:18: Und die Hochschule-Pfortzeilen arbeitet dort an einer Richtlinie und an einer, sagen wir mal so Informationsleitfaden für die Medizinproduktehersteller, wie man dann perspektivisch einfach die Produkte gestalten kann sodass sie recycelingfähig werden.
00:27:33: Man arbeitet dort auch an der entsprechenden Publikation, was dann aber auch wiederum ich habe es vorhin gesagt die Medical Device Regulation.
00:27:41: das wird wieder einige Jahre brauchen bis die Medizinprodukte eigentlich soweit modernisiert sind, recycelngfähig gemacht worden sind dass man dort ja aktiv werden kann.
00:27:52: Ja das fürchte ich einige Jahre.
00:27:56: welche Änderungen sind dann überhaupt möglich.
00:27:59: Also welche Möglichkeit lässt uns denn der rechtliche Rahmen diese Produkte überhaupt so zu verändern, dass sie recyclingfähig werden?
00:28:06: Ich bin jetzt nicht so tief in dieser MDR, ich weiß nicht ob vor Schuhe da ein bisschen tiefer drin ist was das Thema angeht aber ich glaube das klassische Thema ist einfach, dass man mehr Monomaterialien einset die dann einfacher zurückgewonnen werden können und nicht auf verschiedenen Kunststoffen zusammengeschweißt sind.
00:28:22: am Ende des Tages
00:28:24: Und vielleicht ergänzend, wenn noch mehr Materialien in dem Medizin-Produkt drin sind.
00:28:28: Ich komme immer wieder auf Klammernatgeräte zurück die ja klassische Vertreter dafür sind dann auch noch Metalle, Metallisaden hochwertiger Rohstoff dann wider und diese Dinge vom Kunststoffanteil und Metallanteil müssen gut zu trennen sein.
00:28:42: Wenn das die Industrie so hinkriegt jetzt bei solchen Produkten ist schon viel gewonnen und dass dann nur vielleicht auch dieser Kunststoff Anteil Hünftig Sortieranlage und Dampfer hat Desinfektion in Lühnen geht.
00:28:56: Und der Metall zum Metallverwerter, wenn das machbar ist?
00:28:59: Das wäre schon sehr, sehr toll!
00:29:01: Und auch finanziell dann wieder interessant.
00:29:04: Dann kann man diese Kosten die durch den Transport inner- republikanisch sind zur Aufgereitungsanlage für Grundstoffe kompensieren weil du hast im Redefall Metallverwertung relativ nähe und wenn dann eine Rückvergütung erfolgt, ist es auch spannend.
00:29:21: Jetzt hatten Sie Herr Fimpel auch schon gesagt dass das Ergebnis dann eine Richtlinie sein soll.
00:29:28: können sie da ein bisschen was zu sagen?
00:29:29: also wer der Adressat dafür ist?
00:29:31: Wo geht das Ganze dann rein?
00:29:32: Also schauen wir dann Richtung Abfallverordnung wo wir Änderungen vorschlagen müssen.
00:29:36: geht das ganze in die Medizintechnik also Technik also wo geht dann diese Richtlinien hin?
00:29:42: Diese Eco-Design-Guide Line ist dann eher das für die Medizinprodukte Hersteller.
00:29:48: Wie kann ich Rezyklate einsetzen?
00:29:51: Oder wie muss das Gerät mal geschaffen sein?
00:29:54: Auch da gibt es sehr vielfältig, wir haben einmal die Verpackungsmaterialien in diese Medizin Produkte eingepackt und verpackt sind.
00:30:03: Muss es eine Stilributverpackung sein oder gibt da die verschiedensten Elemente und die verschiedenen Flughöhen?
00:30:09: Aber auch im Bereich der Abfallregulatorik muss man sich diese Themen mit Sicherheit anschauen.
00:30:15: Was kann ich womit eigentlich machen?
00:30:17: Oftmals sind die Behörden dort mit am Zug, das ist immer der Hauptabfallschlüssel, die Acht-Zon-Einz-Not-Vier, dort wo ich sowohl trockener als auch verunreinigte Elemente habe wie mit Blutursekretenexkrementen vor unreinigten Elementen, die sehe ich einfach zwingend erforderlich in einer Müllverbrennung.
00:30:38: Kommen wir aber dann zu den Themen, wo ich vielleicht an Infusionsschläuche et cetera, die ein trockenes Material sind.
00:30:45: Die ich auch recyceln könnte.
00:30:48: Aber natürlich die Nadeln fehlen.
00:30:50: Also einfach das Thema Arbeit tut es und auch wiederhabe... Das sind glaube ich so perspektivische Elemente, die man angehen müsste.
00:30:56: Aber dementsprechend muss sich auch diese Tieranlage ausstatten mit Möglichkeiten.
00:31:01: Dass dort auf jeden Fall der Mitarbeiter in einer Sortieranlage unterwegs ist, sich nicht verletzt sich keine Infektionskrankheiten zuzieht, etc.
00:31:09: Also es ist schon glaube ich noch ein Weg der über ein paar Jahre gehen wird.
00:31:13: aber es muss meiner Ansicht nach zwingend in diesem Bereich etwas passieren das wir dort einfach auch im Sinne der Nachhaltigkeit besser werden.
00:31:22: Was wären an dieser Stelle Ihre Wünsche Frau Schuhr?
00:31:26: An das Ergebnis dieses Projektes?
00:31:28: Ich stelle mir das so vor, ich habe den OP wieder vor Augen, ich hab dem Platz Verhältnisse vor Augen Und wenn dann die Industrie auch soweit ist und die Entsorgerfirmen auch, das heißt ja wohl wir können solche Medizinprodukte in einem Behälter erfassen.
00:31:46: Egal wer der Hersteller ist um dieses wird dann zu einer Aufbereitung Dampfdesinfektion unserer Tieranlage gesendet man sind alle happy.
00:31:54: Dann fallen mir im OP alle oben ein Hals und es sind so Themen Schauen Sie mal dass man sowas hinkriegt.
00:32:00: also das wäre so mein Wunsch.
00:32:03: Abfallverzeichnisverordnung von der Norm und Glatur bedarf es vielleicht eine neue Ackfalschlüsselnummer.
00:32:09: Ich weiß allerdings nicht, wie schnell so was dann vonstatten geht.
00:32:12: Man hat noch Platzhalter – das wäre dann beispielsweise in der Achtzehn-Oleinsung fünf für solche Abfälle -, dass man die dann komplett transportieren könnte oder auch wenn sie wieder komplexere Geräte sind wo sich der Metall bleibt bei Metallanteil nicht abtrennen lässt, dass am Ende des Tages dieser Weg zur Aufbereitung günstiger wird, weil dann diese Metallanteile ja rausgezogen werden können über Metalldetektoren und dann dort eine gewisse Entlastung finanzieller Art stattfindet und die vielleicht auch an Kunden zurück gegeben werden.
00:32:47: Und dann ist es auch diese Transportwege, das macht sie heutzutage so teuer weil eben diese Rahmenbedingungen sich in der Welt geändert haben mit diesen Verteuerungen, der Rohstoffe etc.
00:32:59: und das ist ein
00:33:00: Thema.
00:33:01: Nicht mal, es gibt ja dazu auch die die Partner-Pilotprojekte, sag ich mal wo das jetzt startet.
00:33:05: Auch wir von Ramonis Medison sind dabei mit einer Anlage wo wir dann auch also nicht hier in Hüden aber an einem anderen Standort Wo wir dann über einen Wachungsamt verfahren versuchen dieser Endokata Metalle zu desinfizieren und die danach dann halt wird dem Elektro Recycling zur Verfügung zu stellen oder auch, sag ich mal der Schrottaufbereitung so dass man diese Wertstoffe halt perspektivisch auch schon dort relativ schnell zur verfügung stellen kann.
00:33:30: Wieder den Markt das haben wir da auch entsprechend mit den Behörden abgestimmt und abgeklärt.
00:33:35: also das ist halt was zum einen gut ist sage ich mal dass man auf jeden fall immer mit den behörden sprechen muss die das dann halt auch genehmigen weil das Themenfeld ist halt einfach komplex muss man schon sagen Und das ist natürlich schon auch immer ganz wichtig dabei.
00:33:49: Vielleicht kann ich noch ergänzen, weil wir haben ja das Thema... Wir haben viele Bundesländer in Deutschland und Abfall zur Beseitigung darfst du nicht über Bundeslandesgrenzen transportieren.
00:34:03: also wenn man dann schon sagt man macht vielleicht eine neue Abfallschüsselnummer weg von der Null-Einzel-Vier hin zu Null Einzel-Fünft wie auch immer dass es dann auch zur Verwertung schon eingestuft ist und zur Verwaltung kannst du das über diese Bundeslandesgrenzen transportieren.
00:34:19: Das gibt es abfallrecht her.
00:34:20: Und das ist aktuell eben auch nur ein bisschen an Hemmschuhe, wie Herr Fimpener sagte Behörden müssen mit ins Boot und die müssen sich dessen bewusst sein und dann auch solche Fälle eben zulassen.
00:34:30: Dann ist tatsächlich allen in der Republik
00:34:33: Ja, das denke ich aber auch das Bewusstsein zumindest für diese Problematik ist ja vorhanden.
00:34:39: Herr Fimperle, jetzt habe ich noch eine ganz kurze Frage an Sie.
00:34:41: Weil Sie das vorhin einmal gesagt hatten und zwar dass sie gerade eine neue Sortieranlage bauen am Standort Lühnen nämlich an.
00:34:49: Können Sie ein bisschen noch zu weiteren?
00:34:50: Also was steht denn so in nächster Zeit an gerade wenn wir auf den Gesundheitssektor gucken?
00:34:54: also gibt es da noch andere Entwicklungen über die Sie etwas berichten können oder berichten dürfen?
00:35:01: Das ist für uns zum Beispiel das Wichtigste Weiterentwicklungen.
00:35:06: Das hat jetzt auch einige Jahre gedauert, bis wir dieses Genemen oder das Verfahren überhaupt genehmigt bekommen haben.
00:35:12: Dort standen wir im engen Austausch mit den Behörden.
00:35:15: Das andere Thema war das was wir gerade eben angesprochen haben.
00:35:18: Das perspektivische Recycling von einmal Produkten sag ich mal die aus dem OP-Bereich kommen also Endokata aber auch von der normalen Station wo ich aber zumindest immer irgendeine Wischstätemektion oder einen Desinfektionsverfahren brauche um einfach tatsächlich Viren Bakterien unschädlich zu machen um es dann in die normale stopplige Verwertung geben zu können.
00:35:39: Das andere Thema wird mit Sicherheit noch einige Jahre dauern, wo man sagen muss aus der Achtzehn und Einzelnen und vier kann ich vielleicht eine Acht Zehntein und ein Zehn und fünf machen einen trockenen Abfall.
00:35:49: das glaube ich aber werden wirklich Themen sein oder auch die Recycler die Entsorger alle mit ins Boot müssen umzugucken.
00:35:56: okay wie kriegen wir überhaupt unsere Sortiert Techniken unserer Tieranlagen so aufkrüstet?
00:36:00: Und darf ich das Material dann überhaupt dort reinfahren?
00:36:03: Es gibt über das Material relativ wenig Wissen.
00:36:06: Was ist tatsächlich drin?
00:36:08: Also heißt das Thema Sortieranalysen, wo man dann wirklich mal schauen muss.
00:36:13: Gibt es weitere Forschungsansätze, weitere Forschungprojekte die dieses Material wirklich mal überprüfen auf Recyclingfähigkeit?
00:36:21: und das ist halt einfach der große Stoffschirm.
00:36:24: Das Thema infektiöse Abfälle ist überschaubar im Vergleich zu den großen Mengen wie über die normalen klassischen Müllpressen abgeholt werden die an jeder Klinik vor Ort stehen.
00:36:34: Okay, und das mal aufgreifen wenn wir jetzt ganz weit mal in die Zukunft schauen und dass auch als abschließende Frage dieses Gesprächs können wir es denn schaffen?
00:36:44: Dass der Gesundheitssektor überhaupt vollständig zirkulär wird und wir diesen riesigen Kreislauf schließen?
00:36:52: oder gibt es einfach Grenzen bzw.
00:36:53: gibt es Produkte wo wir akzeptieren müssen, dass sie überhaupt nicht recyclingfähig sind?
00:36:58: Ich weiß es nicht, in welchen Zeiträumen wir reden.
00:37:01: Aber momentan kann ich mir das nicht vorstellen, dass wir hundertprozent zirkulär werden.
00:37:06: Gibt's andere Industriezweige wo es sicherlich geht ein Stück weit?
00:37:10: Schaffen wir es da bin ich mehr sichern bin er zuversichtlich aber bei uns halt auch die die Zeitschiene im Kopf haben.
00:37:15: und das finanzielle dann was eben im Gesundheitssektor auch ganz besonders ist und aber vollständig können jetzt heute nicht unterschreiben.
00:37:27: Die kann ich auch nur beipflichten, also ich glaube tatsächlich dass es zum einen noch einige Jahre dauern wird aber auch gerade das Thema mit wie gesagt körperlichen Sekretenexperimenten war unheimlich eine Abfälle.
00:37:39: die müssen einfach nach wie vor aufgrund der Hygiene direkt in die Müllverbrennung fahren.
00:37:43: Aber in den anderen Bereichen gerade was das Thema Verpackungskomponenten angebt wird man mit Sicherheit glaube ich auch und da merkt man diese Dynamik auf dem Markt wird schon einiges passieren, dass man Sachen auch über den grünen Punkt sage ich mal über die leicht Verpackung entsorgen kann.
00:37:59: Das wird glaube ich passieren.
00:38:00: aber ich glaube auch das es nicht funktionieren wird in den nächsten Jahren hundert Prozent hinzubekommen und einen Restanteil wird auf jeden Fall immer verbleiben.
00:38:09: da werden wir nicht drum herum kommen.
00:38:10: haben Sie zufällig Einblicke in das Projekt Mike in die Roadmap?
00:38:13: also wissen sie wann der erste Ergebnis vielleicht kommuniziert werden?
00:38:18: Zum Thema weit, also sind schon einige Ergebnisse auch über Publikationen kommuniziert worden auf verschiedenen Plattformen.
00:38:26: Die Zeitlinie ist so dass das Projekt voraussichtlich noch bis Mitte nächsten Jahre fortgeführt
00:38:34: wird
00:38:34: und dann wird mit weiteren Ergebnissen gerechnet und dann auch diese Ökodesign-Guideline wird dann irgendwann veröffentlicht werden.
00:38:41: die finalen Ergebnisse werden dann über ein Abschlussbericht veröffentlich Und dann wird man mit sich ja daraus auch noch mal Schlussfolgerung ziehen können.
00:38:48: Wo geht der gesamte Bereich hin?
00:38:50: Und es sind ja auch schon Folgeprojekte angedacht, über die man dann auch weiterhin sprechen wird.
00:38:56: Alles klar!
00:38:57: Ja liebe Hörerinnen und Hörern wer zu diesem Thema informiert bleiben möchte unbedingt beim Podcast dabei bleiben wenn so etwas veröffentlicht wird oder es gibt einen Abschlussbericht oder Ergebnisse da werden wir ganz sicher auch noch drüber sprechen.
00:39:10: Für weitere Informationen zu dieser Folge, tiefergehendes Material oder wer gerne auch mal etwas lesen möchte kann einmal ein Blick in unsere Show-Nauts werfen.
00:39:18: Dort sind noch Links hinterlegt wo man sich ein bisschen zum Projekt oder zu verschiedenen Studien stau machen kann.
00:39:24: Ja für den heutigen Tag ich fand es mal einen ganz spannenden Einblick in die besonderen Herausforderungen des Gesundheitssektors hat mir viel Spaß gemacht mal Praxiseinblicke zu bekommen und mal wirklich hinter die Kulissen ein bisschen zu blicken.
00:39:36: Und dafür und für Ihre Teilnahmen bei diesem Gespräch, Frau Schuhr und Herr Vimpeler ganz herzlichen Dank.
00:39:41: Gerne!
00:39:42: Danke Ihnen ja.
00:39:46: Und ich bedanke mich auch sehr bei Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhörer für das Einschalten und würde mich sehr freuen wenn Sie diesen Podcast abonnieren würden.
00:39:55: Mehr Informationen zu den Veranstaltungen der DGAW finden Sie auf unserer Homepage unter www.dgaw.de.
00:40:04: slash veranstaltung Viel mehr Informationen zu den Themen der Kreislaufwirtschaft und allen aktuellen Veränderungen finden Sie im Mitgliederbereich.
00:40:14: Mit einer Mitgliedschaft in der DGAW profitieren auch Sie von unserem Netzwerk.
00:40:19: Treffen auch Sie Entscheider der Branche und der Politik im Rahmen unserer zahlreichen Veranstaltungen, profitieren sie von Kontakten mit langjähriger Berufserfahrung.
00:40:28: Sie können sich außerdem auf Fachveranstaltung zu aktuellen abfallwirtschaftlichen Themen weiterbilden und an Arbeitskreisen teilnehmen und damit branchenrelevante Gesetze durch Stellungnahmen- und Positionspapieren mitgestalten.
00:40:39: Mehr Informationen zu einer Mitgliedschaft der DGAW finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage unter dgaw.de-Mitgliedschaft, der Link dazu in den Shownotes.
Neuer Kommentar